Erfahrungsschatz fürs Leben

Veröffentlicht am Montag, 13. Februar 2017 von Zsoka Savanyo.

Erfahrungsschatz fürs Leben

„Ich würde es sofort wieder machen“, lässt die 21 Jahre Sabrina Peterz, die in der Klagenfurter Mädchen WG der Diakonie de La Tour ihr Freiwilliges Sozialjahr absolviert, keinen Zweifel darüber, was ihr diese Tätigkeit bedeutet.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen ein Freiwilliges Sozialjahr in der Diakonie zu leisten?
Schon während meiner Schulzeit in der Fachschule für Sozialberufe machte ich ein einmonatiges Praktikum in der WG-teens. Bei einer Messe auf der Uni wo sich verschiedenste Firmen präsentierten war auch die Diakonie vertreten, da erfuhr ich vom Freiwilligen Sozialjahr, und weil es mir während des Praktikums schon gut gefallen hat, entschloss ich mich dafür.

Sie sind ja selbst noch sehr jung und arbeiten in einer Jugend-WG, wie sieht es mit der Akzeptanz von Seiten der jungen Mädchen aus?
Eigentlich problemlos, da die Betreuer mich von Anfang an sehr gut unterstützt und auch die Mädchen der WG im Vorfeld auf mich vorbereitet haben.

Was reizt Sie an der Herausforderung mit Jugendlichen zu arbeiten?
Die tägliche Konfrontation mit neuen Situationen. Die Jugendlichen vertreten ihre eigenen Standpunkte, da muss man sich schon öfters durchsetzen, das finde ich spannender als beispielsweise bei kleineren Kindern.

Jemand den Sie kennen hat den Wunsch ein Freiwilliges Sozialjahr zu absolvieren, warum würden Sie ihm dazu raten?
Es gibt die einmalige Gelegenheit Praxis und Erfahrungen zu sammeln. Die Arbeit ist interessant und abwechslungsreich. Jemand der sich für einen Beruf in diesem Bereich interessiert kann da schnell herausfinden ob das etwas für ihn ist, oder nicht. Ein zusätzlicher Anreiz ist, dass neben einem Taschengeld seit kurzem auch die Kinderbeihilfe demjenigen der sich für ein diakonisches Jahr entscheidet, ausbezahlt wird.

Was werden Sie persönlich aus ihrem Freiwilligen Sozialjahr mitnehmen?
Gereifter zu sein, viel Erfahrung und auch einen kritischeren Blick auf gewisse Dinge. Die Wertschätzung dass ich in geordneten Familienverhältnissen aufwachsen durfte, was nicht selbstverständlich ist.

Nach all dem bisher erlebten, würden Sie das Freiwillige Sozialjahr noch einmal machen?
Wenn ich mich entscheiden müsste, ich würde es sofort wieder machen!

Tätigkeitsbereich: 
Kinder und Jugendliche