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Sprechen wir über das Freiwilliges Soziale Jahr! Man kommt rein mit einem Lächeln und geht mit einem Lächeln

Veröffentlicht am Sonntag, 27. August 2017 von Zsoka Savanyo.

Conny ist 19, kommt aus Niederösterreich und spielt gerne Handball in der Freizeit. Mit uns spricht sie über ihre Erfahrungen während des Freiwilligen Sozialjahrs in der Diakonie.

Conny empfängt mich ganz fröhlich und Energie geladen im Hort Nepomukgasse, eine Einrichtung der Diakonie Bildung im zweiten Wiener Bezirk. Hier verbringen Kinder ihre Freizeit nach der Schule. In den letzten 10 Monaten hat Conny den Kindern im Hort ihre Zeit gewidmet und ein Freiwilliges Sozialjahr der Diakonie (FSJD) absolviert. Ich habe sie zu ihren Eindrücken befragt.

Nächste Woche beginnt deine letzte Woche im FSJD…

„Ja, ich kann es noch gar nicht realisieren. Es war so toll, ich bin voll begeistert. Man kommt rein mit einem Lächeln und geht mit einem Lächeln.“

Wie bist du zum FSJ gekommen? Wieso hast du dich dafür entschieden?

„Ich mache das FSJD, weil ich nicht wusste, in welche Richtung ich gehen soll. Ich habe zuerst die Krankenpflegeschule gemacht, das war nichts für mich. Jetzt weiß ich, ich werde ein Kolleg für Kindergartenpädagogik machen.“

Hast du schon im Vorfeld gewusst, dass du etwas mit Kindern machen möchtest?

„Ich habe gesagt, ich nehme die Stelle, die ich krieg. Aber ich mag Kinder sehr gerne, deshalb habe ich mir gesagt, ich schaue es mir an.“

"Ich mache das FSJD, weil ich nicht wusste, in welche Richtung ich gehen soll. Jetzt weiß ich, ich werde ein Kolleg für Kindergartenpädagogik machen."

Was sind deine Aufgaben? Beschreibe einen Tagesablauf!

„Nina ist meine Hauptpädagogin und ich bin ihre „Assistentin“. Die Kinder gehen in die 1. Klasse, teilweise auch in die Vorschule. Wir holen die Kinder um 12:00 Uhr von der Schule ab und gehen mit ihnen gemeinsam essen. Dann gehen wir mit den Kindern eineinhalben Stunden raus - wir haben Parks in der Nähe oder gehen auf die Spielstraße. Um 14:30 Uhr ist Hausaufgabenzeit. Wir helfen den Kindern, falls sie etwas brauchen. Dann gibt’s Jause, die ich streiche. Danach geht es wieder raus ins Freie, bevor die Kinder von den Eltern abgeholt werden.“

Wie fandest du die Seminare, die ihr im Rahmen des FSJD besuchen müsst?

„Die Möwe-Schulung fand ich sehr interessant, weil wir viel über die Kinderrechte gehört haben.“

Gab es irgendwelche besondere Herausforderungen?

„Ja, besonders am Anfang. Irgendwie war alles voll neu und plötzlich ist man für 20 Kinder da. Aber man wächst mit. Ich konnte die Kolleginnen alles fragen, das war einfach vollkommen okay. Es war schon…nicht überfordernd aber: wow, neu, von einem Tag auf den anderen Tag.“

Welche Tipps würdest du jemanden geben, der sich für das FSJ interessiert?

„Man darf sich nicht verstellen, weil ich glaube, das bringt nichts. Wenn du sagst, ich kann gut mit Kindern und ich bin dafür offen - aber dann stehst du da und bist nur ruhig und still... Ich finde man soll sich so geben, wie man ist. Wenn es dann nicht zu einem passt, merkt man es entweder selber oder deine Betreuerin. Und man sollte sich vorher überlegen, was man machen will. Ein Grundinteresse muss man schon haben.“

Würdest du das FSJ noch einmal machen?

„Ja! Aber ich muss sagen, ich würde auch etwas anderes ausprobieren. Schon mit Kindern, aber vielleicht in einem anderen Bereich. Ich würde es auch jedem empfehlen. Ich bin so viel reifer geworden, das sagt meine Mama auch. Und ich habe so viel dazu gelernt. Ich denke viel mehr über andere Sachen nach oder gehe Sachen auch anders an, weil ich jetzt weiß, wie das Arbeitsleben ist. Ich bin froh, dass ich es gemacht habe.“

Eine Zusage vom Kolleg für Kindergartenpädagogik hat Conny schon in der Tasche. Im September fängt sie mit der Ausbildung an. Wir gratulieren ihr und wünschen alles Gute für die Zukunft!

Was genau mich letztendlich dazu bewegte - und was ich gelernt habe... „Ein Freiwilliges Sozialjahr? - Wieso willst du so etwas machen?“

Veröffentlicht am Donnerstag, 3. August 2017 von Zsoka Savanyo.

„Ein Freiwilliges Sozialjahr? - Wieso willst du so etwas machen?“ - oder: „Verlierst du damit nicht ein Jahr?“ - oder: „Aha ein FSJ – aber das ist doch nicht wirklich Arbeit, oder?“.

Von Hanna Sedlmayr (Teilnehmerin des Freiwilligen Sozialjahrs im BACH Bildungszentrum in Mödling)

Diese Fragen scheinen den Mitmenschen durch den Kopf zu gehen, wenn man darüber spricht ein Freiwilliges Soziales Jahr angehen zu wollen. Was genau mich selbst letztendlich dazu bewegte, mich bei der Diakonie für ein FSJ zu bewerben, sind verschiedene Gründe:

  • Einerseits war ich unglaublich froh darüber, nach der Matura und dem intensiven Lernstress endlich eine Pause zu haben. Ich freute mich unglaublich auf die Gewissheit, erstmal für längere Zeit fix beschäftigt zu sein, während meine Freunde noch im Trüben fischten, was ihre Zukunft anging.
  • Ein anderer Grund war, dass ich die 10 Monate als eine Art Prüfung für mich selbst ablegen wollte. Schon im Laufe der letzten beiden Schuljahre wurde mir mehr und mehr bewusst, dass ich, sobald ich berufstätig bin, im sozialen Sektor arbeiten möchte. Ich nutzte also die Gelegenheit, um in das Berufsfeld hinein zu schnuppern und intensivere Erfahrungen zu sammeln als bei meinen bisherigen Praktika oder Tageshospitationen.

Inzwischen sind von den zehn Monaten, die ein FSJ in der Regel bei der Diakonie dauert, noch sieben Arbeitstage übrig. Es fällt mir schwer, ein Resümee zu ziehen, beim Gedanken an meinen allerletzten Tag habe ich einen Knoten im Magen.

Was wird mir von der Arbeit in Mödling bleiben?

Was sich zurückblickend auf jeden Fall sagen lässt, ist, dass ich an dieser Zeit und an den verschiedenen Aufgaben der letzten Monate als Mensch unglaublich gewachsen bin. Am Anfang meines Einsatzes war ich noch die nervöse Schülerin, die in die große gefährliche Arbeitswelt eintauchen soll. Jetzt fühle ich mich erwachsener und bereit, ein Studium anzutreten.

"Jetzt fühle ich mich erwachsener und bereit, ein Studium anzutreten."

In meinen zehn Monaten hier bei BACH habe ich viel dazu gelernt. Zum Beispiel gehören

  • optimale Zeiteinteilung,
  • effizientes Arbeiten,
  • Selbstmanagement und das Verstehen von betriebsinternen Abläufen

inzwischen zum Arbeitsalltag. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran, dass es stressigere Tage im Büro gibt und man immer wieder unter Zeitdruck steht. Gemeinsam mit den Kollegen und Kolleginnen ist es im Team aber oft ein Leichtes, Projekte abzuschließen. Auf der anderen Seite hat man sehr oft die Freiheit, sich die Arbeit flexibel einzuteilen, was ein äußerst angenehmer Aspekt meiner Einsatzstelle war.

Man lernt sich als Person soweit zu organisieren, dass man auch mehrere Aufgaben unterschiedlicher Art zeitgerecht erledigen kann. Denn wenn man arbeitet, ist man jeden Tag auf eine andere Weise gefordert. Bei BACH waren immer die unterschiedlichsten Aufgaben zu bewältigen (Brote streichen, Glühbirnen wechseln, Regale und Schreibtische aufbauen, Telefondienst, Verwaltung von Excel-Listen uvm.). Mein Aufgabenbereich reichte also von einfachen Kopier- und Laminierarbeiten, zu administrativen Büroarbeiten, Korrekturarbeiten, Mitarbeit bei Festen, Projekttagen oder Workshops, Begleitungen bei Ausflügen und bis hin zu Hilfestellungen im Unterricht.

"Ich habe durch mein FSJ dieses Jahr war auf keinen Fall verloren, sondern eines gewonnen."

Es machte mir großen Spaß, die vielen unterschiedlichen Teilnehmer und Teilnehmerinnen kennen zu lernen und mit ihnen über Verschiedenstes zu sprechen. Egal, ob man sich zwischen den Unterrichtseinheiten auf dem Gang trifft, oder bei Veranstaltungen mit ihnen zusammen am Buffet arbeitet – immer ist jemand zu einem Scherz aufgelegt und lockert die Stimmung auf.

Wie es eine FSJ-Kollegin nach unserem letzten Treffen so schön sagte, „Ich habe durch mein FSJ dieses Jahr war auf keinen Fall verloren, sondern eines gewonnen.“

 

FSJD`ler berichten...

Veröffentlicht am Montag, 13. Februar 2017 von Zsoka Savanyo.

Manuel Tschinder aus Feldkirchen und Jonas Auer aus Ried  in Oberösterreich berichten über ihren Einsatzort im Gartenhof 

Was waren deine Aufgaben?

Jonas: Am Feld arbeiten, Gemüse ernten, in die Küche liefern, verkaufen… Viel Traktor fahren. Kliententransport  von der Werkstätte in die Wohnhäuser mit dem Bus übernehmen.
Manuel: Den Alltag mit den Klienten in der Landwirtschaft des Gartenhofes zu meistern. Unkrautbewältigung , Arbeiten mit den Klienten am Gemüsefeld. Essen für die Klienten herrichten und die Mitarbeiter bei der Betreuung der Klienten unterstützen.

Was ist das coolste an deinem Job?

Jonas: Die Arbeit draußen in der Natur.
Manuel: Die Abwechslungsreiche Arbeit, die verschiedenen Aufgaben, jeder Tag ist anders. Die Arbeit im Freien, in der Natur. Der „Chef“!

Was waren die besonderen Herausforderungen?

Jonas: Die unterschiedlichen Burschen im Gartenhof. Was tun wenn sie nicht so wollen wie sie sollen!?
Manuel: Der Umgang mit den Klienten in schwierigen Situationen. Den Überblick über alle 12 Klienten zu behalten. Habe immer versucht schwierige Situationen selber zu lösen.

Was hast du in diesem Jahr für dich persönlich mitgenommen?

Jonas: GEMÜSE! Ich habe viel über den landwirtschaftlichen Bereich und Gemüseanbau  gelernt. Und ich habe gelernt Verantwortung zu übernehmen.
Manuel: Ich habe viel über mich selber gelernt. 

Würdest du das FSJ noch einmal machen?

Jonas: JA!!!!
Manuel: JA!!!!! Auf jeden Fall!!!

Welche Tipps würdest du jemanden geben der sich für das FSJ interessiert?

Jonas: Mach es!
Manuel: Einfach anmelden, überzeug Dich selber!

Hat dich die Zeit während deines FSJ vielleicht sogar animiert einen sozialen Beruf zu wählen?

Jonas: Ich beginne im Herbst mit der Ausbildung Feldgemüseanbau an einem Biobauernhof in der Nähe von Linz. Danach kann ich mir vorstellen noch eine Ausbildung im Sozialbereich zu machen und vielleicht komme ich dann wieder nach Kärnten an den Gartenhof zurück.
Manuel: Ja. Ich beginne am 14. September mit der Berufsbegleitenden Ausbildung  Behindertenarbeit an der SOB in Waiern  und bin noch auf der Suche nach einem Job im Behindertenbereich.

Erfahrungsschatz fürs Leben

Veröffentlicht am Montag, 13. Februar 2017 von Zsoka Savanyo.

Erfahrungsschatz fürs Leben

„Ich würde es sofort wieder machen“, lässt die 21 Jahre Sabrina Peterz, die in der Klagenfurter Mädchen WG der Diakonie de La Tour ihr Freiwilliges Sozialjahr absolviert, keinen Zweifel darüber, was ihr diese Tätigkeit bedeutet.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen ein Freiwilliges Sozialjahr in der Diakonie zu leisten?
Schon während meiner Schulzeit in der Fachschule für Sozialberufe machte ich ein einmonatiges Praktikum in der WG-teens. Bei einer Messe auf der Uni wo sich verschiedenste Firmen präsentierten war auch die Diakonie vertreten, da erfuhr ich vom Freiwilligen Sozialjahr, und weil es mir während des Praktikums schon gut gefallen hat, entschloss ich mich dafür.

Sie sind ja selbst noch sehr jung und arbeiten in einer Jugend-WG, wie sieht es mit der Akzeptanz von Seiten der jungen Mädchen aus?
Eigentlich problemlos, da die Betreuer mich von Anfang an sehr gut unterstützt und auch die Mädchen der WG im Vorfeld auf mich vorbereitet haben.

Was reizt Sie an der Herausforderung mit Jugendlichen zu arbeiten?
Die tägliche Konfrontation mit neuen Situationen. Die Jugendlichen vertreten ihre eigenen Standpunkte, da muss man sich schon öfters durchsetzen, das finde ich spannender als beispielsweise bei kleineren Kindern.

Jemand den Sie kennen hat den Wunsch ein Freiwilliges Sozialjahr zu absolvieren, warum würden Sie ihm dazu raten?
Es gibt die einmalige Gelegenheit Praxis und Erfahrungen zu sammeln. Die Arbeit ist interessant und abwechslungsreich. Jemand der sich für einen Beruf in diesem Bereich interessiert kann da schnell herausfinden ob das etwas für ihn ist, oder nicht. Ein zusätzlicher Anreiz ist, dass neben einem Taschengeld seit kurzem auch die Kinderbeihilfe demjenigen der sich für ein diakonisches Jahr entscheidet, ausbezahlt wird.

Was werden Sie persönlich aus ihrem Freiwilligen Sozialjahr mitnehmen?
Gereifter zu sein, viel Erfahrung und auch einen kritischeren Blick auf gewisse Dinge. Die Wertschätzung dass ich in geordneten Familienverhältnissen aufwachsen durfte, was nicht selbstverständlich ist.

Nach all dem bisher erlebten, würden Sie das Freiwillige Sozialjahr noch einmal machen?
Wenn ich mich entscheiden müsste, ich würde es sofort wieder machen!

Freiwilliges Sozialjahr im Schaukelpferd

Veröffentlicht am Dienstag, 28. Juni 2016 von Zsoka Savanyo.

Wir, Nadine Etlinger und Hannah Schatzl, absolvieren seit 1.9.2015 das Freiwillige Sozialjahr der Diakonie (Diakonisches Jahr) in der „Flexiblen Kinderbetreuung Schaukelpferd“. Dort werden Kinder zwischen 0 und 3 Jahren von 7.00 – 17.00 Uhr stundenweise oder auch ganztags betreut.

Auf das Freiwillige Sozialjahr (FSJ) hat mich (Nadine) eine ehemalige Klassenkollegin aufmerksam gemacht, da sie selber ein FSJ in Erwägung gezogen hat. Nach dieser Anregung, habe ich mich im Internet etwas schlau gemacht und bin dabei auf das Diakonie Zentrum Spattstraße gestoßen. Nach einer schriftlichen Bewerbung und einem Aufnahmegespräch stand dem FSJ nichts mehr im Wege.

Im „Schaukelpferd“ haben wir die Gelegenheit einen Einblick im Umgang mit Kleinkindern zu bekommen sowie deren Bedürfnisse kennenzulernen. Wir können bei vielen schönen Situationen dabei sein, wie zum Beispiel Geburtstage der Kinder, Fasching oder der Besuch des Weihnachtsmarktes. Aber oft reicht schon das Lachen der Kinder, wenn sie z. B. draußen im Schnee spielen oder das stolze Gesicht, wenn sie ein neues Wort lernen, um uns ebenfalls ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Unser Arbeitstag startet um circa 8 Uhr, eine Stunde später beginnen wir den Tag offiziell mit dem „Morgenkreis“, bei dem wir mit den Kindern singen und uns an Singspielen und Reimen gemeinsam erfreuen. Anschließend wird die mitgebrachte Jause verzehrt. In den folgenden Stunden beschäftigen und betreuen wir die Kinder oder beobachten sie einfach, wie sie sich kreativ betätigen und unterstützen sie bei ihren Vorhaben. Manchmal müssen wir sie allerdings auch von einer „besonders kreativen Idee“ abhalten. Bei Schönwetter gehen wir mit ihnen häufig in den Garten, wo schaukeln, rutschen, Sandkuchen backen und herumtoben auf dem Programm stehen.  Wenn dies nicht möglich ist, wird im Gruppenraum gelesen, gespielt, gebaut, gemalt, verkleidet und vieles mehr. Um ungefähr 11 Uhr widmen wir uns dem Mittagessen und anschließend gehen wir mit manchen Kindern schlafen. Ab ca. 14 Uhr beschäftigen wir uns, nach einer kurzen Stärkung der Kinder mit einer Jause, wieder mit ihnen bis sie von ihren Eltern abgeholt werden.

Jede Mitarbeiterin des „Schaukelpferds“ hat im Tagesablauf fix vereinbarte Aufgaben zu erledigen, wie zum Beispiel Jause vorbereiten, wickeln oder mit den Kindern schlafen gehen.

Jeden Mittwoch verbringen wir in der Schule für Sozialbetreuungsberufe in Gallneukirchen, in der es einen eigenen Lehrgang für Diakonische HelferInnen gibt. Dort beschäftigen wir uns mit den Grundlagen der Psychologie, Pädagogik, Medizinische Grundlagen, Ernährungslehre usw., aber auch Religion und Musik sind Elemente des Lehrganges. Sinn des Lehrgangs ist es, sich etwas Theorie sowie praktische Fertigkeiten anzueignen.

Ich (Hannah) habe außerdem die Möglichkeit jede zweite Woche bei der STEEP-Gruppe dabei zu sein. Dort kümmere ich mich vor allem um das Frühstück sowie die Kinderbetreuung während des „Mum-Talks“ und habe so auch die Gelegenheit einen Einblick in den Ablauf einer STEEP-Gruppe zu bekommen, was mich sehr interessiert und freut.

Wir dürfen in der Zeit des FSJ sehr viele spannende, lustige, interessante, aber auch fordernde Momente und Zeiten erleben, mit viel Abwechslung und neuen Erkenntnissen, z. B. auch was unseren weiteren Berufswunsch betrifft. Wir wollen beide im Sozialbereich bleiben.

Mit Flüchlingen die Hauptstadt erkunden

Veröffentlicht am Freitag, 12. Juni 2015 von Moderator.

Thomas arbeitet seit September 2014 als Junger Freiwilliger im Flüchtlingshaus Rossauer Lände. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit den Flüchtlingen unterwegs zu sein, und gemeinsam mit ihnen die kulturellen Möglichkeiten der Hauptstadt zu erkunden. Hier lest ihr, was Thomas selbst erzählt:

"Das Flüchtlingshaus Rossauer Lände bietet für ca.190 Flüchtlinge eine Unterkunft. Teilweise warten sie bis zu 8 Jahre auf eine Entscheidung, ob sie in Österreich bleiben können, oder nicht. Um diese Zeit der Ungewissheit zu überbrücken, gibt es im Haus diverse Angebote,  die den Flüchtlingen zur Verfügung stehen.

Da komm auch schon ich ins Spiel. Am Anfang meines Jahres habe ich mir gewünscht, verstärkt im Freizeitbereich tätig zu sein. Nachdem ich zwei Monate mal Haus und Leute kennen gelernt habe, was bei 180 Gesichtern ganz schön anspruchsvoll sein kann, war ich für das Kulturpass Projekt zuständig. Mit dem Kulturpass können die Besitzer unzählige kulturelle Einrichtungen gratis besuchen. Meine Aufgabe war dabei, mit den Leuten Ausflüge zu machen und ihnen die Vielfalt an Angeboten näher zu bringen. Wir haben unter anderem die Albertina, das Technische Museum, das MQ und noch weitere Einrichtungen besucht und es steht noch einiges am Plan.

Was mich aber immer noch am meisten fasziniert sind die Leute im Haus, von denen ich schon einige als Freunde bezeichnen würde. Es gibt immer wieder Möglichkeit zu Gesprächen, bei denen ich einiges über ihr Land, ihre Flucht, sowie über ihre Ängste und Hoffnungen erfahre. Ab und zu wird man auch zum kulinarischen Essen eingeladen oder eine Tasse Tee. Über die in den Medien verbreiteten Klischees über Flüchtlinge kann ich mittlerweile nur noch schmunzeln."

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